E U T H A N A S I E


Auch wenn dieses Thema nicht unbedingt etwas mit Gesundheit zu tun, ist es ein wichtiges Thema für Pferdefreunde. http://www.pferde-schutz.de

Grundsätzlich gilt: Diese Entscheidung sollte immer nach bestem Wissen und Gewissen und nicht nach dem Nutzwert des Tieres gefällt werden: eine akute Hufrollenentzündung ist kein Grund: Ohne Leistung zu erbringen, kann es noch viele glückliche Jahre verbringen.

Wie bei allen Tieren, kann man auch einem Pferd ansehen, wenn es nicht mehr leben möchte und zum Sterben bereit ist. Dies ist meist dann gegeben, wenn Schmerzen zu groß werden. Tiere wissen, wenn es soweit ist! Euthanasie kursieren einige Horrorgeschichten der schlimmsten Art, die leider oft der Wahrheit entsprechen: Todeskämpfe, die Alpträumen in nichts nachstehen.

Der Horror hat allerdings oft einen Namen: T61

Bei T61 handelst es sich um ein Tötungsmittel, das wegen seines Preises (und da es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, von Tierärzten leichter zu verwalten ist) und leider gerne trotz seiner möglichen unheilvollen Eigenschaften eingesetzt wird.

Das Mittel, von dem bisher nur "Gutes" zu hören war, heißt "EUTHA 77". Es ist zwar teurer, jedoch ist es kein Gift im herkömmlichen Sinn, sondern es handelt sich um ein Narkosemittel, das stark überdosiert wird. Das Pferd schläft wie bei einer Narkose innerhalb weniger Sekunden ein und kurz darauf hört sein Herz zu schlagen auf. Völlig schmerz- und streßfrei. Eines gibt es jedoch zu beachten: Die Injektionsnadel (Braunüle) sollte für einen sicheren Ablauf mit einem Stich angenäht werden, damit sie nicht herausrutschen kann.

Bei Pferden, die Angst vor dem Tierarzt haben - oder vor dem Spritzen, sollte etwa 1 Stunde vorher eine hohe Dosis eines Sedierungsmittels (z.B. Sedalin) verabreicht werden - etwa in einem guten Müsli.

Die beiden gebräuchlichsten Mittel im Vergleich

 

T61

Einer der Wirkstoffe in T61 ist Mebezonium, ein Gift, welches die Muskulatur - also auch die Atem- und Herzmuskulatur lähmt.

Es ist leicht auszumalen, was geschieht, wenn - insbesonders, wenn unterdosiert wird - man nicht mehr atmen kann und die Lähmung am Herzen weitergeht: Ein Todeskampf, der viele lange Minuten oder gar eine Stunde dauern kann.

Ein weiteres Risiko ist, daß das Mittel äußerst schmerzhaft ist, wenn man zB die Injektion nicht sauber setzt oder zum Spritzen die selbe Nadel benutzt, welche man zum Aufziehen benutzt hat: Es schmerzt höllisch und das Pferd versucht sich mit aller Gewalt loszureißen, was oft auch gelingt: Die Katastrophe kann nicht mehr gestoppt werden.

Die einzigste uns bekannte Methode, T61 dennoch tierschutzgerecht einzusetzten ist eine vorhergehende Vollnarkose (zB ein Ketamin-Mix) - keinesfalls jedoch nur mit Neuroleptika, da damit lediglich eine Bewegungsunfähig - bei vollem Schmerzempfindungsvermögen - erzielt wird.

 

 

Eutha 77

Der Wirkstoff in Eutha 77 heißt Pentobarbital. Es handelt sich dabei um ein "Schlafmittel", welches sehr stark überdosiert wird.

"Die intravenöse oder intraperitoneale Injektion von Pentobarbital ist eine schmerzlose und sichere Methode zur Euthanasie von Gross- und Kleintieren. Die Tiere fallen schnell in einen tiefen Schlaf, der bei Warmblütern rasch, schmerz- und reflexlos und ohne Exzitationen in den Tod durch Herz- und Atemstillstand übergeht. "

Was passiert, wenn etwa bei der halben Dosis, die Nadel herausrutscht? Gar nix! Das Pferd schläft - eine neue Injektion kann problemlos angesetzt werden.

 

 

Warum nicht zum Schlachter?

 

Pferde sind hochsensible Wesen, die nicht wegen ein paar "Silberlingen" der Panik und Todesangst eines Schlachthofes ausgesetzt werden sollten. Sie wissen sehr wohl, was auf sie zukommt: Bitte versuchen Sie sich in die Lage des Pferdes zu versetzen und ersparen Sie dem Tier diesen Horror, der sehr, sehr oft ebenfalls zu einem grausamen Todeskampf werden kann.

 

Mehr über Euthanasie findet ihr unter www.pferde-schutz.de