Patenschaft für Caprilli-Rentnerpferde

Wir, die Redaktion "Zeit für Pferde" unterstützen den Caprilli-Verein, denn er beheimatet rund 25 Pferde, die ihren Lebensabend auf wunderschönen Weiden verbringen. Damit dies so bleibt, bitten wir Euch um Eure Mithilfe...

FAST WIE EIN EIGENES PFERD

Ich helfe Rentnerpferden

  Der Caprilli-Verein e.V. bei Berlin (16775 Löwenberger Land, OT Nassenheide, Birkhorst 6), www.caprilli-verein.de, sucht und vergibt Patenschaften für Rentnerpferde. Wie unserer Satzung (§2 Zweck 1.6.g) zu entnehmen, bieten wir „Pferden, die alt oder krank sind und der Hilfe bedürfen, eine Heimstätte im Caprilliverein. Leider ist es immer wieder der Fall, dass die ehemaligen Besitzer (aus welchen Gründen auch immer) finanziell nicht mehr in der Lage sind für ihre früheren Kameraden/Freunde/Partner-Pferd aufkommen zu können. Bisher wurden die Kosten wie z.B.
-    Futter
-    Stellplatz
-    Hufschmied
-    Tierarzt (incl. OP`s, jährliche Zahnbehandlung)
-    Pers. Betreuung wie Putzen, Longieren, Spazierengehen usw

von Familie Desaive (DESAIVE GbR 16775 Löwenberger Land, OT Nassenheide,Birkhorst 6 www.gut-birkhorst.de übernommen. Dies ist auf Dauer nicht mehr möglich. Aus diesem Grunde suchen wir Hilfe und Unterstützung. Auf der Internet-Seite www.caprilli-verein.de (Caprilli e.V.) haben wir unsere Intentionen genau beschrieben. Hinzufügen möchte ich, dass ein Pferd, das sein Leben dem Menschen anvertraut, manchmal sogar opfert, auf die Fürsorge der Menschen angewiesen ist, auch in Zeiten wenn es keine Leistung (im Sinne von Turniersport) mehr bringen kann, trotzdem auf ein lebenswertes Dasein möglichst bis zu seinem natürlich Tod Anspruch hat.

Auch ein Pferd, das evtl. nicht mehr oder nur noch bedingt reitbar ist, kann ein liebenswerter Freizeitpartner für den Menschen sein. Darauf beruht meine Idee:

Angebot des Caprilli-Vereins e.V. für Pferdepaten
Wir bieten interessierten Menschen auf GUT BIRKHORST (Caprilli-Verein) erfüllte Freizeitgestaltung mit folgenden Schwerpunkten an:

Zwanglos Zeit mit Pferden verbringen. Das kann ein Tag, eine Woche, oder auch nur ein paar Stunden pro Woche sein. Wir lernen die verschiedenen Pferde kennen, als da sind: Warmblüter, Vollblüter, Haflinger, Reitponys, Shetties. Alte (bis 28 Jahre), Jüngere, Große, Kleine, Dicke, Dünne, Verschmuste oder eher Zurückhaltende.

Einführung in den Umgang mit Pferden und Erfahrungen sammeln im Miteinander von Pferden (Herdenverhalten und –leben) und Menschen. Unsere Rentnerpferde stehen in einer gemischten Herde von 20 Tieren.

Jeder Pferde-Pate kann sich ein oder mehrere Pferde zum näher kennen lernen aussuchen. Wir holen dann gemeinsam diese Tiere aus der Herde, putzen sie, gehen mit ihnen spazieren und können natürlich auch auf den Reitbaren eine kleine (später auch größere) Runde im Gelände wagen. Alles unter Aufsicht und mit viel viel Zeit und Geduld. Für die Pferde bedeutet dies Zuwendung, Aufgabe und Achtung ihrer Persönlichkeit. Für uns Menschen ist es eine Bereicherung und Erfüllung neben unserem stressigen Alltag.

Wir beschäftigen uns mit den verschiedensten Themen rund ums Pferd: 

Lehrfilme schauen über gute Ausbildung, z.B. von Rolf Becher, Ingrid Klimke, Klaus Balkenhol, Martin Plewa

Tierkommunikation. Wir haben eine Tierkommunikatorin am Hof und haben hierüber schon sehr viel über unsere Pferde aber auch über uns selbst gelernt.

Diskussionen/Gesprächsrunden über aktuelle Themen, Pferdehaltung und –fütterung (insbesondere alter Pferde). Dabei im Sommer lecker Grillen oder Kaffee u. Kuchen genießen. Im Winter im warmen Stübchen mit Eintopf oder Glühwein.

Dieses Angebot, sich um die Patenpferde auch kümmern können und dürfen wird in der Hauptsache Menschen in und um Berlin ansprechen. Da wir aber, wie weiter unten beschrieben auch über rustikale Übernachtungsmöglichkeiten verfügen, ist es durchaus möglich, dass auch Paten aus anderen Bundesländern ihre Patenpferde besuchen können.

Wer kann Pate werden?

Es kann jeder Pate werden, egal ob Reiter oder Nichtreiter, Sportlich oder Unsportlich, Jung oder Alt, Ängstlich oder Mutig. Wichtig ist nur Natur- und Tierliebe.

Was kostet eine Patenschaft?
Selbstverständlich müssen wir einen Beitrag festsetzen, der schlussendlich den Tieren zu Gute kommt. Angedacht ist ein Monatsbeitrag zwischen € 50,00 und € 200,00, je nach „Geldbeutel“.

Wohnmöglichkeit
GUT BIRKHORST und der CAPRILLI VEREIN verfügen über rustikale Übernachtungs-möglichkeiten in ausgebauten Bauwagen. Diese sind in Form einer „Wagenburg“ bereitgestellt und bieten neben Küche, Sanitärbereich mit warm- und kalt Wasser, Dusche und Toilette auch einen Wohnzimmer- und 2 Schlafwagen. Natürlich kann nach Herzenslust gegrillt werden. Für Kinder bietet der Hof unbeschränkt Spielmöglichkeiten auch mit unseren Hunden und Katzen. Für Übernachtung und Nutzung der gesamten Bauwagen-Anlage wird ein Unkostenbeitrag von €10,00 pro Nacht und Person erhoben.

Sponsorensuche
Wir würden uns natürlich auch über Sponsoren, die etwas mehr spenden können sehr freuen. Unser gemeinnütziger Verein stellt Spendenquittungen aus. Unser Engagement ist rein gemeinnützig und richtet sich voll und ganz auf das Wohl der Tiere. Unsere Mittel, d.h. die Finanzierung der Rentnerpferde durch die DESAIVE GbR sind ausgeschöpft und wir wissen nicht mehr weiter. Ein Rentnerpferd ist nicht verkäuflich, daher müssen wir Wege finden, um das Überleben der Pferde zu sichern.

Hier nun unsere Pferde zum Kennenlernen:

Kelts Tarka Top

rka mit Azubi MariaTarka ist 1989 in Tschechien geboren. Sie kam 4-jährig zu Frau Jutta Malon, Turnierreiterin des Caprilli-Vereins. Bis zum tragischen Tod von Frau Malon im Jahr 1997 war Tarka ihr Turnierpferd und bestritt erfolgreich Vielseitigkeitsprüfungen bis zur Klasse M. Fam. Desaive kümmerte sich nun um die Stute und trotz bester Versorgung bei Fr. Malon als auch bei uns bekam Tarka chronisch obstruktive Bronchitis. Es wurde so schlimm, dass der behandelnde Tierarzt empfahl das Tier einzuschläfern. Wir versuchten, als letzte Möglichkeit, Tarka mit Bio-Resonanz-Therapie und klassischer Homöopathie zu behandeln und das „Wunder“ geschah. Sie ist wieder fast gesund. Die Atmung ist normal, nur an sehr heißen Tagen hat sie etwas Probleme. In diesem Winter stellten wir bei Tarka ein Glaukom fest. Eine OP ist sehr teuer und dabei nicht sehr erfolgversprechend. Da die Stute keine Schmerzen hat und auch sonst nicht beeinträchtigt erscheint, ist sie nun eben auf einem Auge mehr oder weniger blind.
Wenn es Tarka gut geht ist sie noch fast so wie eh und jeh – das ausdauernde Vielseitigkeitspferd, vielleicht nicht unbedingt von Anfängern zu reiten.

Sabrücka

Brücki ist 1986 in Altentreptow (Meck-Pom) geboren. Wir übernahmen sie von einer jungen Frau, die mit Mann und drei Kindern nach Canada auswanderte. Brücki ist seit 2005 bei uns, ich weiß nicht viel von ihr, nur dass sie eine sehr gute Abstammung haben soll (Zucht Redefin, Vater Sascha). Sie soll wohl auch schon ein Fohlen gehabt haben. Brücki geht es soweit gut, sie hat mit Arthrose zu tun und ist daher nicht unbedingt immer reitbar.

 

 

Artist

Arti ist Vollblüter und kommt ursprünglich von der Rennbahn. Er ist ca. 18 Jahre alt und seit 3 Jahren bei uns. Er war super Vielseitigkeitspferd, leider mit der kleinen „Macke“, dass er ohne Vorwarnung aber sehr erfolgreich Reiter abbuckelt. Nach mehreren Tierkommunikationen stellte sich heraus, dass er immens unter Erfolgsdruck leidet. Er möchte alles für seinen Reiter tun, geht über seine Grenzen hinaus und kann dann nicht mehr anders reagieren, als zu buckeln. Wir versuchen mit ihm ohne Druck und sanft zu arbeiten. Er ist ein ganz lieber Partner und mag Bodenarbeit.


Charly

Er ist ca. 15 Jahre alt und kam vor 2 Jahren zu uns. Charly leidet extrem an Hautkrebs. Bevor er zu uns kam war er drei lange Jahre in der Pferdeklinik Düppel (Berlin) als Versuchspferd für Hautkrebs. Er fristete sein Dasein zumeist in einer Box als Kumpel und Beistellpferd für frisch operierte Pferde, da er einen sehr fröhlichen Charakter hat. Wir holten ihn mit großen Schwierigkeiten aus der Klinik, um ihm wenigstens ein artgerechtes Leben in der Herde zu gewähren. Seine Geschwüre sind nicht ansteckend und für ihn auch weitgehend schmerzfrei. Er wird bei uns vet.-medizinisch versorgt und auch die Bio-Resonanz-Therapie schlägt gut an. Wir freuen uns über jede kleine Besserung. Er ist ohne Sattel reitbar und liebt das auch sehr.


Wjatka

13 Jahre alt, AAV, bei uns geboren und hat seit Geburt einen Senkrücken, daher nicht reitbar. Sie ist schmerzfrei (Röntgenuntersuchung).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wakido

Hannoveraner, geb. 1994. Waki kam letztes Jahr zu uns weil seine Besitzerin nach Indien auswanderte und einen guten Platz für ihn suchte. Er hat Hufprobleme (Fehlstellung und wohl auch mal Rehe gehabt) und daher auch nur bedingt reitbar. Wir lassen die Hufe von einem guten Huforthopäden behandeln und er geht lahmfrei, wird aber z.Zt. auch kaum geritten.
Waki ist sehr menschenbezogen und wir hoffen, ihn eines Tages gut im Gelände reiten zu können.





Tessi

Ca. 16 Jahre alt. Ihre Besitzerin ist nach München verzogen und konnte das Pferd nicht mehr halten. Von einem Verkauf habe ich abgeraten, da Tessi sehr  sehr schwer händelbar ist. Sie geht nicht alleine ins Gelände, auch auf dem Reitplatz nicht ohne Führpferd – sie war früher Schulpferd, mit anderen Pferden im Gelände ist auch schwierig. Wenn sie dann nicht mehr weiter weiß, steigt sie gerne, buckelt oder geht rückwärts. Ein Verkauf hätte für Tessi mit Sicherheit eine Odyssee von Besitzer zu Besitzer bedeutet. In unserer Herde fühlt sie sich sehr wohl und sicher und wir hoffen ihr Vertrauen wieder gewinnen zu können.




Heidi

HeidiGeb. 1986, Shetty von uns mit chronischer Hufrehe. Inzwischen ist sie wieder schmerzfrei (Dank Bio-Resonanz) und bewegt sich fast normal. Mit Reitergewicht, auch wenn es nur kleine Kinder sind, müssen wir immer noch vorsichtig sein.

Stand 11.2.2010

Montag, 08.03.10 16:10 Alter: 2 Jahre